Jakkolo Landesverband Bayern

Geschichte

Das über 400 Jahre alte Spiel hat seinen Ursprung in den Niederlanden, wo es sjoelen genannt wird. Lange vergessen, wurde es ab den 20er Jahren als Sportart wieder ins Leben gerufen. Doch erst 1968 fand wieder ein großes Turnier mit 1200 Spielern statt. Heute existieren in den Niederlanden mehr als 100 Vereine im Verband ANS mit über 60.000 Mitgliedern. Die deutsche Bezeichnung ist eine Wortschöpfung des deutschen Geschäftsmanns Jakobus Schmidt, der die Kurzform seines Vornamens "Jakko" mit der Endung -lo versah und das Spiel unter diesem Namen in Deutschland verbreitete. Er entdeckte das Spiel 1960 in Holland und vertrieb es ab dann auch in der Bundesrepublik. Der DJB (Deutscher Jakkolo Bund) wurde am 16. September 1995 in Wüsting bei Oldenburg in Niedersachsen gegründet. In diesem Jahr fand auch ein erstes offizielles Länderspiel zwischen Deutschland und den Niederlanden in Wüsting statt, welches die holländischen Spieler deutlich gewannen. Inzwischen finden auch Länderturniere mit Belgien und der ehemaligen holländischen Kolonie Suriname statt.
Material und Regeln
Gespielt wird auf einem 2 m langen, 40 cm breiten Holzbrett. Am Ende dieses Bretts befinden sich vier Tordurchlässe mit Boxen und verschiedener Wertung. Von links beginnend zählt man für einen Treffer 2 - 3 - 4 - 1 Punkte. In diese Boxen werden mit der Hand runde, konkave Holz-Spielsteine geschoben. Es gibt 10 zusätzliche Bonus-Punkte, wenn man jede Box mit je einer Scheibe trifft, d.h. ein „Set“ vollmacht. Das ergibt bei 30 Scheiben eine maximale Gesamtpunktzahl von 148 Punkten (je sieben pro Box entspricht 7x20 plus zweimal die „4“). Das Problem besteht darin, dass nicht versenkte Scheiben den direkten Weg in die Boxen versperren und dadurch ein Spiel über die Banden oder ein Anspielen einer sperrenden Scheibe erforderlich ist.
Dauer des Spieles: Der Spieler darf, wenn jeweils alle Scheiben gespielt sind, zweimal die vor den Toren liegenden Scheiben nochmals spielen. Anschließend werden die Punkte in den Boxen gezählt.


Spielregeln

1. Gespielt wird mit 30 Holzscheiben. Ein Spiel besteht aus 3 Durchgängen. Die Scheiben sollten möglichst gleichmässig auf alle 4 Punktefächer verteilt werden.

2. Im Ziel sind nur die Scheiben, die die Vorderkante des Wurfschlitzes im vollem Umfang überschritten haben.

3. Die nicht ins Ziel gelangten Scheiben werden im 2. und 3. Durchgang erneut gespielt.

4. Jede Scheibe darf pro Durchgang nur einmal gespielt werden, auch dann, wenn sie zum Abwurffeld zurückrutscht oder aus der Bahn fliegt. Diese Scheiben werden bis zum nächsten Durchgang auf die Seite gelegt.

5. Scheiben, die auf einer andern liegen, dürfen nicht aus der Bahn genommen werden.

6. Sind nach dem 1. oder (und) 2. Durchgang alle Scheiben im Ziel, ist das Spiel beendet.

7. Die Scheiben werden nach jedem Durchgang aufgestapelt (4-3-3) nicht während des Spielens.

8. Punktezählung:
Liegen in jedem Punktefeld je eine Scheibe, werden 20 Punkte gezählt, liegen in jedem Punktefeld je 2 Scheiben, werden 40 Punkte gezählt, usw. Alle übrigen Scheiben werden mit der entsprechenden Punktzahl des Feldes gewertet.

Beispiel:
8 Scheiben in „1“, 7 Scheiben in „2“, 6 Scheiben in „3“, 8 Scheiben in „4“

Ergebnis: In jedem Feld 6 Scheiben = 120
Im Feld „1“ zwei Scheiben über = 2
Im Feld „2“ eine Scheibe über = 2
Im Feld „3“ keine Scheibe über = 0
Im Feld „4“ zwei Scheiben über = 8 >>> 132 Punkte




Jakkolo Vertrieb Auberger